Schafberglauf 2026 - Österreichische Staatsmeisterschaften im Berglauf 9.5.2026

Neuigkeiten  | 12.05.2026 von Markéta Hengstberger

Der Schafberglauf in St. Wolfgang im Salzkammergut zählt zu den spektakulärsten Bergläufen Österreichs und ist bekannt als Herausforderung für echte „Wadenbeißer“.

Markus Hengstberger konnte wegen eines Infektes leider nicht starten.

Die Strecke führt großteils durch schöne Wälder und bietet weiter oben atemberaubende Panoramablicke auf den Wolfgangsee und Mondsee sowie das gesamte Salzkammergut. Auf 7,58km und 1.221Hm beträgt die Steigung mindestens 4 und max. 24% (gefühlsmäßig durchgehend 24%), somit rauben nicht die Panoramablicke den Atem, sondern die Strecke selbst. Denn wenn man soweit kommt, dass man was sehen kann, interessiert einen nur ein Blick und zwar starr nach unten auf die Füße, mehr ist nicht drinnen. Nach oben lieber nicht, weil dann sieht man weit weg das Schafberghaus und dazwischen unzählige steile „Scheixx“ Stufen. Und die schönen Wälder genießt man auch nicht!

 

Im Rahmen des 26. Schafberglaufs  wurden heuer die Österreichischen Staatsmeisterschaften sowie OÖ LM ausgetragen. Mit 213 aktiven Läufern fand sich am Start das größte Teilnehmerfeld in der Geschichte der österreichischen Berglaufmeisterschaften. Gleichzeitig wurde auch das Teilnehmerrekord des Volkslaufes aufgestellt und zudem fielen 2 Streckenrekorde. Also extrem starke Konkurrenz!

Der Start ist in St. Wolfgang bei der Talstation Schafbergbahn. Über Dorneralm km 2,8 und Schafbergalm km 5,98 (jeweils Labestation) verläuft die Strecke zum Finnish bei der Bergstation knapp unterhalb vom Schafberghaus.

Da ich im Salzkammergut schon den Katrin Berglauf absolvierte, sowie den Schneeberg kenne, wusste ich, was uns erwartet, aber es half eh nicht. Erst am Start traf ich kurz den Roland und Florian und schon ging´s los. Nach 300m war die Puste bei 24% Steigung weg, bis auf 3 kurze Abschnitte, die entspannter zu laufen waren (für mich war generell nicht viel laufbar), ging es durchgehend steil über stufige und steinige Wege hinauf und die Strecke wollte kein Ende nehmen. Mit Roland einigten wir uns, dass wir auf den letzten 400 Hm kaum die Füße vom Boden bekamen, Florian erging´s wohl auch nicht anders. In der Konkurrenz blieben wir drei trotz super Leistung chancenlos, Roland schaffte Platz 9 in M50 mit 1:13:07 (Sieger 58:32min), Florian Platz 8 mit 1:08:49 (Sieger 57min), ich Platz 5 in W50 mit 1:23:46 (Siegerin 1:07:06), wobei ich vom Anfang an zu kämpfen hatte.

Andere Läufer genossen offensichtlich den Berg, denn es wurden 2 Streckenrekorde aufgestellt. Mit ihrem 19.! Titel holte sich die Weltmeisterin Andrea Mayr sowohl den Sieg als auch den  Streckenrekord (57:14) vor Isabell Speer (1:02:06) und Amelie Muss (1:02:54). Bei den Männern lieferten sich die Innerhofer-Zwillingsbrüder das Duell- Manuel siegte mit 48:38 vor Hans-Peter 50:36 (dieser war dafür bei der Geburt um 3min. schneller!!), dazwischen funkte ihnen Johannes Nussbaumer mit 49:54 mit Silbermedaille. Den 2. Streckenrekord schaffte beim Volkslauf Julius Ott mit Siegerzeit von 47:39; die Damensiegerzeit war 1:08.

Fazit:

Roland - „Zweitesmal nie wieder!“, Florian - „Zum Wandern super, aber fürs Laufen ein Schaß, sogar der Glocknerlauf war leichter“, ich - „Warum mache ich das??!!“.  Jedenfalls ist man mit der Bahn auf der sicheren Seite.

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