Jedes Jahr im Frühsommer wird das Mondseeland zum Mekka für alle Freunde des Radsports. Der malerische Ort mit der berühmten Basilika wird anlässlich unseres Events zu einer Radsportarena umgebaut.
Trotz 2.500 Teilnehmern aus 40 Nationen ist „der Mondseer“ familiär geblieben. Zur Wahl stehen drei Distanzen passend für jede Leistungsstärke sowie eine Strecke für Handbiker.
Auf der großen Schleife durch die Rennradregion SalzburgerLand – Salzkammergut liegen der Fuschlsee, Wolfgangsee, Hallstättersee, Attersee und Mondsee aneinandergereiht wie auf einer Perlenkette.
Der „Mondseer“ wurde von seinen Teilnehmern sogar bereits mehrmals zum beliebtesten Radmarathon Europas gewählt!
wie alle großen Ausdauerevents war der RM Mondsee auch schon frühzeitig ausgebucht, Anmeldung und Unterkunft wurde schon im Sommer 2025 getätigt. vom ULC Karl, Florian, Lois und Chris sowie die Free Eagles RAN Michl und Sascha. Zusammen bildeten wir das Team "Wald4tel Express".
Samstag mittag erfolgte die Anreise, wir (Karl, Lois,Chris) waren im Irlingerhof ca. 5km außerhalb Mondsee Richtung Irrsee untergebracht, da der Hof am Berg oben lag, war schon klar dass wir mit dem Auto zum Start fahren werden. In der Schlange bei der Startnummernabholung am Eventgelände knallte die Sonne unbarmherzig runter, ein Vorgeschmack auf den Sonntag. Nach einem frühzeitigen Abendessen beim Seewirt in Zell am Moos fuhren wir nochmals nach Mondsee zurück um uns mit Bekannte zu treffen.
Im Irlingerhof waren etliche Teilnehmer einquartiert, einige füllten am Vorabend schon die Wasserspeicher, dementsprechend laut war es auch - auch das Musi Open Air genossen wir im Zimmer, obwohl unser TV abgedreht war, also eine kurze Nacht da wir um 4:30 Richtung Start fuhren. Dort nahmen wir unser Frühstück im Zelt ein (war bei Anmeldung dabei), inzwischen waren alle ULC`ler und Free Eagles eingetroffen.
die gesamte Event war wirklich top organisiert, alle sehr freundlich - genug Parkplätze in der staubigen Wiese vorhanden. Die Startaufstellung erfolgte nach Blöcke, wir waren alle miteinander im Block 2 (06:35), außer Karl der ja die 140km Runde (07:05) gewählt hatte.
TOUR A 200km, 2.750HM
Die ersten 2 Anstiege blieben wir noch beieinander, bei Anstieg 3 lies sich Chris dann zurück fallen, obwohl die große Gruppe bis zum Anstieg Postalm verlockend gewesen wäre.
Florian: stapelte tief, eine Zeit um die 7 Std war sein Ziel. Er teilte sich das Rennen wirklich gut ein, wurde auf der Postalm privat versorgt, hatte bei Zwischenzeit 1 auf der Postalm (Platz 250 2:13Std) ca. 3min Rückstand auf Lois. bis ins Finish machte er noch viele Plätze gut und kam sehr zufrieden wieder nach Mondsee retour.
230. Schabes Florian 6:22 Std
Alois: nach seinem erfolgreichen RM am Neusiedlersee mit Platz 5/AK und der Quali für die WM in Japan orientierte er sich an seinen Konkurrenten. da er sich in Top Form befindet, musste er auch dementsprechend riskieren, obwohl es sein 1. wirklich langer RM war.
Auf der Postalm (Platz 204-8/AK 2:09Std) noch gut dabei, musste er ab KM120 sein Tempo aufgrund von immer wieder kehrenden Krämpfen rausnehmen. Es dauerte einige Gruppen bis er wieder eine mit seinem Tempo fand, schlussendlich war er ca. 20min nach Florian dann im Ziel.
320. Amsüß Alois 6:42 Std HAK60+/15
Chris: ging doch mit einigen Erwartungen in das Rennen, die Vorbereitung bis auf die Gürtelrose in März verlief ganz gut, auch die Trainingsergebnisse mit einigen pB auf diverse Segmente passten. Die Hitze war 2025 beim Dreiländergiro genau so. Da wir uns den 1. Anstieg im Vorfeld angeschaut hatten, wusste ich da muss ich mit der Gruppe drüber mitgehen. Anstieg 2 (2km 6%) musste ich im Schnitt schon 281W investieren um dabei zu bleiben. beim flacheren 3. Anstieg lies ich mich dann aus der Gruppe rausfallen und nahm dann die nächste bis zur Abzweigung Postalm - ca. 16km mit 850HM max 13% ich fuhr mit ca. 210W, nach der Labe bei KM58 waren es nochmals ca. 3km bis zum höchsten Punkt mit der Zwischenzeit (Platz 615 mit 2:35 Std), dann folgte die Abfahrt mit einer Section Control, obwohl die Durchschnittskm/h waren eh nicht zum schaffen. Jetzt folgte ein zähes Stück Richtung Pass Gschütt - immer leicht bergauf und ich merkte dass es mir nicht mehr gut ging, erst ca. 80km und noch nicht mal Halbzeit. ein ordentliches Tief, wäre jetzt ein Verkehrsschild mit Mondsee gestanden, ich hätte aufgegeben und wenn ich auf der Autobahn zurückgefahren wäre🤦♂️mittlerweile alleine Richtung Gosau was bergab ja kein Nachteil ist, mit 83km/h. Dort wurde ich von einer Gruppe eingeholt die ich auch gleich halten konnte. Hatte mich wieder erfangen und konnte mit der Gruppe gut mitfahren, ab und zu vorne, wir fuhren am Hallstattsee vorbei und bogen in Mitterweissenbach links ab, Flaschen leer die 120km absolviert wo ist die Labe? bei Km123 endlich die Labe, relativ schnell alles aufgefüllt und trotzdem war die Gruppe weg - also alleine aber egal Anstieg 12+13 folgten dann Richtung Weissenbach kam wieder eine Gruppe und wir bogen zum Attersee ab. ich kannte die nächsten 20km durch das KOTL ganz gut, Anstieg 14 rauf nach Unterach, fühlte sich ganz gut an musste oben sogar auf Gruppe warten und weiter bis zur Ortschaft Attersee - Km160 absolviert.
in Attersee bogen wir links ab (Anstieg 15) und dann begannen fiese 30km, ich merkte jetzt auch dass die Energie weg ist. Bei einem Wasserschlauch kühlte ich mich ab und fuhr ab jetzt alleine Richtung St. Georgen, es war jetzt wieder sehr zach. Anstieg 16+17 (eh eigentlich nur Schupfer) taten ordentlich weh. letzte Labe vorm Schlußanstieg. Füllte eine Flasche nur mit Wasser auf (für die Krämpfe), Iso, 2x Red Bull, ein paar Gurkerln und rauf auf die letzten 5km mit 300HM (max 14,6%) - mittlerweile zählte ich nur mehr KM und HM runter. In Thalham bogen wir wieder rechts ab und fuhren jetzt parallel zur A1 nach Mondsee zurück. noch ca. 20km, leider alleine und ich wusste dass es sich mit sub 8Std ausgehen könnte, wenn ich noch eine Gruppe halten konnte. doch die letzte Gruppe holte mich kurz vor einer Kuppe ein und ich schaffte den Anschluss nicht, daher alleine ins Ziel wo schon Karl, Lois und Michl warteten.
658. Kraus Christian 8:01 Std - ca. 40 Plätze von der Postalm weg verloren, was ja nicht so schlimm wäre, aber trotzdem war es vorerst für mich nicht erklärbar warum es schon so frühzeitig hart wurde. Seit Montag schon - Gürtelrose wieder da (den kleinen Ausschlag vor dem Rennen habe ich dem Brustgurt zugeordnet, wie aufgescheuert), und dass im Urlaub am Gardasee wo einige Touren geplant waren. (hab aber sowieso mein Vorderrad zu Hause vergessen🤦♂️)
Michael Kaufmann 6:59Std und Alexander Lachowicz 9:18 finishten ebenfalls erfolgreich den 200er. Das bedeutete in der Teamwertung Platz 10 von 17.
TOUR B 140km 1.400HM
Karl: hatte ordentlich Respekt vor den 140km, meisterte sie aber hervorragend. Platz 772 in 5:13 Std.
mal schauen ob der Radmarathon 2027 wieder auf der Liste steht, ich (Chris) habe zumindest noch eine Rechnung offen. Nach einer kurzen Abkühlung im See, traten wir bei brütender Hitze um 16 Uhr die Heimreise an - Zwischenstopp am Pannenstreifen bei Melk wegen Getriebeüberhitzung, nach 20min Pause schaltete das Auto wieder und wir fuhren dann langsam nach Horn zurück.